IGel - Ovarialcarcinom

Kampf dem Eierstock-Krebs

Das Ovarial-Karzinom (Eierstock-Krebs) ist die gynäkologische Krebsart mit der höchsten Sterblichkeit. Obwohl es nur 4,2 % der weiblichen Krebsfälle betrifft, liegt es in der Sterblichkeitsstatistik aller bösartigen Erkrankungen in Deutschland an dritter Stelle. Die 5-Jahres-Überlebensrate beträgt nur etwa 30 % (zum Vergleich: die 5-Jahres-Überlebensrate beim Brustkrebs beträgt etwa 75 %). Das Ovarial-Karzinom macht sich kaum bemerkbar. Auch die gesetzliche Krebs-Vorsorgeuntersuchung hat sich hier als völlig wirkungslos erwiesen: Eierstock-Krebs wird erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt (fast alle anderen Krebsarten werden im Frühstadium erfasst). Es existiert bisher kein Test, der die Effektivität des Abstriches zur Vorsorge vor Gebärmutterhalskrebs auch für Eierstock-Krebs erreicht. Dennoch wurden Früherkennungs-Konzepte entwickelt, von denen eines zumindest die jetzige Situation entscheidend verbessert: Es ist die Kombination aus einem Bluttest und einer speziellen Ultraschalluntersuchung.

Normaler Eierstock (Ovar), rechts, mit Teil des Eileiters Normaler Eierstock (Ovar), links, mit Teil des Eileiters

Der Test

Für den Bluttest werden nur wenige Milliliter Venenblut (einfache, ungefährliche Blutabnahme) benötigt. Es wird der Tumor-Marker CA 12-5 bestimmt. Nach zwei Tagen liegt das Ergebnis vor. Leicht erhöhte Werte müssen nicht unbedingt für Krebs sprechen, jedoch sind dann weitere Untersuchungen erforderlich. Normale Werte schließen einen Eierstock-Krebs mit hoher Wahrscheinlichkeit aus. Die Ultraschalluntersuchung verbessert diese Sicherheit noch weiter. Sie wird mit einer Vaginalsonde von der Scheide aus durchgeführt. Das ist ungefährlich und schmerzlos. Auch hier können Zystenbildungen und andere Eierstock-Veränderungen zu Anschlussuntersuchungen führen und sich nachher als harmlos herausstellen. Ein unauffälliger Ultraschallbefund der Eierstöcke schließt ein fortgeschrittenes Ovarial-Karzinom aus und verbessert die Aussagekraft des Bluttests hinsichtlich der Frühstadien. Um eine dauerhafte Sicherheit zu erzielen, sind halbjährliche Untersuchungen empfehlenswert. Die Eierstock-Krebsvorsorge ist kein Bestandteil der gesetzlichen Vorsorge-Untersuchung und gilt daher als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL).

Varianten/Erweiterungen

Die zusätzliche Analyse des Tumormarkers CASA verbessert die Vorhersage-Genauigkeit der Blutuntersuchung noch um einige (ca. fünf) Prozent. Die zusätzliche Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter erlaubt Aussagen zum Ausschluss von Gebärmutterkörper-Krebs. Die Kosten verdoppeln sich dadurch in etwa, bitte fragen Sie nach unseren individuellen Lösungen.

Preise/Kosten

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