Mehr Sicherheit gegen
Gebärmutterhalskrebs
Immer mehr Frauen haben den verständlichen
Wunsch, ihren Gesundheitszustand überprüfen zu lassen
und zwar mit allen Methoden der modernen Medizin. Deshalb hat der
Arzt die Aufgabe, einer interessierten Patientin die aktuellen Möglichkeiten
der Krankheitsfrüherkennung, der Vorsorge und ebenso die Behandlungsmethoden
der modernen Medizin zu erklären, auch dann, wenn sie nur außerhalb
der kassenärztlichen Versorgung als „Individuelle
Gesundheitsleistungen" (IGEL), angeboten werden können. Erst
dann ist ein faires Gespräch über Möglichkeiten und Grenzen dieser
Methoden möglich
1. Monolayer-Abstrich
Durch den vor 50 Jahren entwickelten Krebsabstrich - sog. Pap-Test
- konnte die Häufigkeit des Gebärmutterhalskrebses deutlich
reduziert werden. Inzwischen gibt es aber eine neue Methode (Monolayerverfahren
-z.B. ThinPrep ; AutoCytePrep®), durch die die Krebsvorsorge
nochmals verbessert werden kann.

Herkömmlicher Abstrich |

Monolayer-Abstrich |
Bei dem althergebrachten Abstrichverfahren kann es vorkommen, dass
sich die Zellen auf dem Objektträger überlappen oder von
Blut und Scheidensekret überlagert werden. Außerdem wurde
in Studien gezeigt, dass die meisten Zellen nicht auf den Objektträger
gelangen, sondern im Entnahmeinstrument verbleiben, auch wenn der
untersuchende Arzt mit größter Sorgfalt arbeitet. Bei
der Monolayer-Zytologie erfolgt die Zellentnahme mittels eines speziellen
„Bürstchens". Anschließend werden die Zellen
aber nicht auf einen Objektträger aufgetragen, sondern kommen
in eine Konservierungslösung. Dadurch bleiben die abgestrichenen
Zellen für die mikroskopische Untersuchung gut erhalten. Ein
speziell hierfür ent wickelterAutomat erstellt aus dieser Lösung
einen optimal beurteilbaren Abstrich. Weltweite Studien konnten
darüber hinaus zeigen, dass mit dem Monolayerabstrich mehr
bösartige Zellen entdecktwerden als mit dem herkömmlichen
Abstrich.
2. HR-HPV-Test
Humane Papillomaviren (HPV) gehören zu den häufigsten sexuell übertragenen Infektionen im Genitalbereich.
Bestimmte (sog. Hochrisiko- oder HR-) Typen
spielen die entscheidende Rolle bei der Entstehung des Gebärmutterhals-
und Scheidenkrebses, aber auch bei bösartigen Erkrankungen
der Schamlippen, des Afters und des Penis. Ohne HR-HPV
gibt es keinen Gebärmutterhalskrebs.
- Sexuell aktiv
Bevölkerungsstudien konnten zeigen, dass sich die meisten
sexuell aktiven Erwachsenen im Laufe ihres Lebens mit HPV infizieren.
Meistens bleibt diese Infektion aber ohne Folgen, da das Abwehrsystem
(Immunsystem) die Virusinfektion erfolgreich bekämpft.
- Merkt eine Frau, ob sie sich mit HPV Infiziert hat?
HPV kann Genitalwarzen, Zwischenblutungen, Brennen und Juckreiz
hervorrufen. Meistens aber macht die teilweise auch jahrelang
zurückliegende Infektion keine Beschwerden. Häufig,
aber leider nicht immer, können durch die gynäkologische
Untersuchung mittels Lupen betrachtung (Kolposkopie) oder durch
den Krebsabstrich Auffälligkeiten festgestellt werden, die
auf eine HPV- Infektion hinweisen.
- Ergänzend zur Vorsorge
Der HR-HPV-Test wird schon seit einigen Jahren zur weiteren
Abklärung bei einem auffälligen Befund eingesetzt. Durch
neueste wissenschaftliche Studien konnte gezeigt werden, dass
durch den HR-HPV-Test in über 99% ein Gebärmutterhalskrebs
oder dessen unmittelbare Vorstufe ausgeschlossen werden kann.
Gegenwärtig übernehmen aber die
gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für einen vorsorglichen HPV-Test noch
nicht. Wenn Sie bereits heute zusätzliche Sicherheit durch
dieses hochmoderne Testverfahren gewinnen wollen, bieten wir Ihnen
die Durchführung eines HR-HPV-Tests im Rahmen der Routineuntersuchung
als individuelle Gesundheitsleistung an. Hierzu ist lediglich ein zusätzlicher Zellabstrich
erforderlich.
- HPV positiv
Sollte bei dem Test der Nachweis von Hochrisiko-HPV erbracht
werden, so ist dies noch kein Anlaß zur Beunruhigung. Im
Gegenteil, es bietet Ihrer Gynäkologin oder Ihrem Gynäkologen
wertvolle Hinweise zur weiteren Vorgehensweise. Für Sie erhöht
sich also die Chance für eine bestmögliche Krebsfrüherkennung
und damit erfolgreiche Behandlung ganz wesentlich.
- HPV negativ
Bei einem negativen Pap-Test und einem negativen HR- HPV-Test
kann nach derzeitigem Wissensstand davon ausgegangen werden, dass
mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit kein Gebärmutterhals-
oder Scheidenkrebs oder deren Vorstufe vorliegt.
Wenn Sie also eine optimierte Krebsvorsorge - eine Vorsorge „Plus"
- wünschen, so informieren Sie unser Praxisteam bereits bei
der Terminvergabe über Ihren Wunsch nach einer Vorsorge„Plus".
Krebsvorsorge "Plus"- ein Plus an Sicherheit
Preise/Kosten
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